28. Februar 2018

My opinion on .:. Instagram & Vero

EN Two weeks ago I had enough of Instagram. Since a good year now, to be precise when the algorithm was launched, I hate the app. For me Instagram is too much paternalsim and advertisement.
1. Every third picture in my feed is advertisement of a company I don't even follow on Instagram and in which I'm not interested. 
2. Is a picture actually by a blogger, then oftentimes it's product placement for a company, too. I follow national and international fashion- and sewingbloggers and at first just the fashion bloggers worked with companies, now the sewing bloggers do it as well (I see a lot of advertisement or product placement for sewing patterns or fabrics). I don't want to the just ads in my feed.
3. Instagram wants blogger to pay for attention. I saw a lot of bloggers paying for highlighted pictures on Instagram. You are a blogger and want more comments and hearts? Fine, then go ahead and pay for it. I got a lot of messages by Instagram to "highlight" my latest picture, that means I should pay for more attention. Sorry, I won't do that!
4. What bothers me most is the fact, that you don't see just a few pictures of a certain hashtag. I noticed that, when I was looking after the just newly released sasha trouser pattern by Closet Case. I klicked the hashtag and it said, there are 25 pictures with this hashtag, but I could only see 6 of them. What happend? The Instagram algorithm controls what I get to see.
All this really annoys me. I was such a big fan of the app, because there were so many crative minds to explore, now Instagram filters and controls everything I get to see.

Then this week a new kid came in town: the Vero app, so called "true social" and it get's so hyped up on the internet as a competator to Instagram. So I took a closer look at this new app, but I'm not convinced. To register the app wants your phone number and I know some people won't be bothered, I personally don't want to give everything away to a very new app. You need to register with your phone number, because you get a SMS with a code to finish your registration (I think Vero could do the same with an e-mail adress, but they want your phone number). 
Another point is the buggy login. When you get your registry code by SMS, the app says it's not correct. When you finally are registered after a lot of tries, the app don't run smothely, you can't see posts of others, or you can't post something and so on. The new app is full of bugs.
The last point is the copyright of the images and videos you post: the Vero app claims the copyright of your pictures (Instagram does that too, but just for a specified time).
The Vero app is hyped a lot, because some rumors say that just the first million users get the app for free, after that you have to pay (I think that's just PR). By now I'm not convinced.
Well, I'm not happy with both apps and have to look for another alternative. Let's see where this all leads to.
In case you where wondering: the picture above shows the Instagram icon made of thread spools and buttons... you can tell I was a bit bored! ;)
Have a great rest of the week.
Sincerely,
Stef

DE Vor ungefähr zwei Wochen hatte ich genug von Instagram. Die App geht mir schon seit fast einem Jahre (um genau zu sein, seit der Umstellung auf den neuen Algorithmus) auf die Nerven, aber vor 2 Wochen riss mir dann der Geduldsfaden. Es ist mir einfach zu viel Bevormundung und Werbung!
1. Jedes 3 Bild (ungelogen) in meinem Feed ist Werbung eines Unternehmens, dem ich nicht Mal folge und deren Produkte mich nicht interessieren.
2. Es werden auch von Bloggern fast ausschließlich Produktplatzierungen gemacht (ich folge nationalen wie auch internationalen Mode- und Nähbloggern). Bei Modebloggern, die sich mit ihrem Blog/Instagram finanzieren, kann ich es sogar noch verstehen, wenn sie für bezahlte Partnerschaften mit Unternehmen zusammen arbeiten, seit geraumer Zeit hat das Werbe-Virus allerdings auch die Nähblogger-Welt vollens infiziert (hier werden meist Stoffe oder Schnittmuster beworben). Ich möchte an dieser Stelle übrigens nicht die Blogger verurteilen, die Werbung betreiben, es geht mir darum, dass ich persönlich, sobald ich Instagram öffne, von Werbung und Produkplatzierungen förmlich überrollt werde.
3. Instagram will Blogger dazu bewegen, für Aufmerksamkeit zu bezahlen. Mehrmals habe ich schon ein Bild eingeblendet bekommen, bei dem unter dem Bloggernamen "gesponsort" stand. Wer als Blogger Kommentare und Herzen haben möchte, soll zahlen. Auch ich habe schon mehrmals von Instagram das Angebot bekommen, ein gepostetes Bild "hervorzuheben", was so viel heißt wie: zahle, damit Dich mehr Leute sehen. Da spiele ich nicht mit.
4. Massiv stört mich auch, dass ich nicht mehr einen Hashtag anklicken kann und alle Bilder unter dem genannten Hashtag angezeigt werden. Zum ersten Mal aufgefallen ist mir das, als ich nach Bildern der Sasha Trouser von Closet Case Patterns gesucht habe. Es gab 25 Beiträge, mir wurden aber nur 6 angezeigt. Wie kann das sein? Der Algotithmus bestimmt, was ich sehe. Instagram gibt mir also nicht nur in meinem Feed vor, wen ich sehe und wer in der Versenkung verschwindet, sondern auch Hashtags werden gefiltert. Ich nenne das Bevormundung!
All das hat mich so sehr genervt, dass ich kaum mehr bei Instagram reinschaue und das, obwohl ich es früher geliebt habe.
Ich war ein riesen Fan der sozialen Plattform, weil man sich super austauschen konnte und vor allem, weil es wirklich viele kreative Köpfe zu entdecken gab. Jetzt bestimmt Instagram, was ich sehen darf.

In dieser Woche tauchte dann eine neue soziale Plattform auf: Vero. Die App nennt sich selbst "True Social" also übersetzt etwa "wahrhaft sozial". Ich habe mir die App näher angesehen, kann mich dem Hype darum aber nicht anschließen. Zunächst einmal muss man seine Handynummer hinterlegen, denn für die Anmeldung bekommt man einen Code per SMS zugeschickt. Das finde ich persönlich äußerst kritisch, denn was mit den Handynummer passiert, wird von den Vero-Machern nicht näher benannt (man könnte aber vermuten, dass die Nummern weitergegeben/-verkauft werden). Die Angabe der Handynummer soll dazu dienen, echte Menschen von Bots zu unterscheiden, aber hätte dazu nicht eine E-Mail, die man bestätigen muss, gereicht? Ich scheue mich davor, einer App, die wahrscheinlich auch Zugriff auf mein Telefonbuch, mein Mikrofon und meine Kamera will, auch noch freiwillig meine Handynummer preis zu geben.
Dazu kommt, das Vero sehr instabil läuft. Meldet man sich an, wird der per SMS empfangene Code nicht akzeptiert, wenn man es dann nach einiger Zeit doch geschafft hat, sich einzuloggen, läuft die App ebenfalls instabil und man bekommt Beiträge von anderen nicht angezeigt oder kann selbst keinen Beitrag posten. Kann man dann endlich einen Beitrag posten, weiß man nicht, was damit passiert, denn laut AGBs der App, gehen die Bild-/Videorechte an Vero (das ist auch bei Instagram so, allerdings ist es bei Instagram zeitlich begrenzt, während Vero dazu keine Angaben macht). Die App wird im Moment noch gehypt, weil Gerüchten zufolge nur die erste Million User die App kostenlos herunterladen darf, danach soll sie kostenpflichtig sein (ich glaube, das ist nur eine Werbestrategie).
Beide Apps sind für mich also nicht wirklich zufriedenstellend, aber ich halte weiterhin Ausschau.
Das Foto oben zeigt übrigens das Instagram-Symbol gelegt mit Garnrollen und Knöpfen... zugegeben, ich hatte ein bißchen Langeweile! ;)
Ich wünsche Euch eine schöne restliche Woche.
Liebe Grüße
Stef

25. Februar 2018

Camel & Green .:. DIY capsule wardrobe

Camel coat / Beiger Wollmantel - DIY / selbst genäht (pattern / Schnitt: Burda style 6987)
Army green pants / Armeegrüne Hose - DIY / selbst genäht (pattern: self drafted / Schnitt: selbst konstruiert)
Rollneck jumper / Rollkragenpullover - Uniqlo
Bag / Tasche - Vintage Dior (preloved)
Earrings / Ohrringe - Skagen
Bracelets / Armbänder - Stella&Dot, Valentino
Booty / Stiefeletten - Sam Edelman (AW2017)

EN These army green trousers are another addition to my DIY capsule wardrobe (talked about it here). Again I drafted the pattern myself and am pretty pleased with the fit. The pockets of the trousers are made of shimmery sateen fabric and I love the contrast between the cotton and the sateen fabrics. I had this pants in mind for about 2 years now, so glad I finally made them (the green fabric was in my stash since then). 
I think these green trousers will be great for spring, too. I imagine these trousers with a rose colored top or a plain white tee.
Another make I'm still very happy with is the camel coat (talked about the pattern here) and I wore it almost every day since I made it or at least 3 times a week. This coat was really worth the long time it took me to make it ( I think it was about 4 weeks).
Last week I talked about my two sewing fails in 2018 and today I show you my two favorite makes this year. I also have a pair of blue trousers finished, which I already wore several times... my DIY capsule wardrobe is coming together. Stay tuned for more.
Have a great start to your week.
Sincerely,
Stef

DE Diese armeegrüne Hose ist eine weitere Ergänzung meiner selbstgenähten Garderobe (ich hatte hier darüber geschrieben). Den Schnitt für diese Hose habe ich wieder selbst konstruiert und ich bin recht zufrieden mit dem Sitz. Die Taschen der Hose sind aufgesetzt und aus einem schimmernden Satinstoff genäht, ich mag den Kontrast zwischen dem Baumwollstretch und dem Satinstoff sehr. Den Entwurf für diese Hose hatte ich schon seit 2 Jahren im Kopf und ich bin froh, dass ich sie endlich angegangen bin, denn auch der Stoff liegt schon seitdem in meinem Lager.
Ich glaube, die grüne Hose wird mir auch im Frühling gute Dienste leisten, ich kann mir dazu sehr gut eine rosa Bluse oder ein einfaches weißes T-Shirt vorstellen. Die Farbe ist relativ vielseitig, so dass die Hose ein weiteres tolles Basisteil für meine Garderobe darstellt.
Auch mit meinem beigen Mantel bin ich noch immer sehr zufrieden (ich hatte über den Schnitt hier berichtet) und habe ihn seit Fertigstellung fast täglich, sicher aber mehrmals die Woche getragen. Auch wenn es viel Zeit in Anspruch genommen hat, den Mantel zu nähen (ich glaube fast 4 Wochen), hat es sich doch gelohnt.
Letzte Woche hatte ich Euch hier über zwei nicht so gelungene Nähprojekte berichtet, heute geht es also genau um das Gegenteil, nämlich zwei Stücke, die ich sehr gerne mag. Ich habe auch schon eine weitere Hose in Blau fertig genäht und schon mehrmals getragen, meine selbstgenähte Garderobe kommt also langsam zusammen. Ich werde auf jeden Fall weiter berichten.
Ich wünsche Euch einen guten Start in die neue Woche.
Liebe Grüße
Stef
fotografiert von JFN

21. Februar 2018

Pantone Fashion Color Report .:. Spring Summer 2018

EN I know it's still some time till spring, but I'm a bit over the dark cold winter. But the days getting already longer and we had some sunny (but still freezing cold) days which brightened my moo.
All this makes me so excited for spring and some spring related sewing projects. Every year I read up on the Pantone fashion color report and let me inspire by the beautiful colors they choose (you can see Pantones color choices above).
This year however, I'm not overly keen on the colors for spring/summer. Some colors like emperador, chili oil or ultra violet remind me more of fall/winter colors. Also all these purple shades, why so much, Pantone? I wore purple back in 2012, but now I'm just not that into these purple color shades anymore. I think I'll stick this spring to my DIY capsule wardrobe colors like navy blue, grey and beige-y/camel shades. I'll for sure inject some color in my DIY wardrobe, but I can't find my favorites among the Pantone choices this year. I kind of like the color lemon punch, but I can't imagine me wearing it. I also like pink lavernder and arcadia. Since I love all teal color shades, I might sew something in the color arcadia (I have a lovely cotton twill in this color in my stash).
The only color I'll definetely have in my spring/summer wardrobe is the light blue little boy blue, because it goes very well with all my other capsule wardrobe colors.
Well, it isn't always about the color trends, isn't it?
What's your favorite color of the Pantone color report?
Have a great rest of the week.
Sincerely,
Stef

DE Ich weiß, es ist noch lange nicht Frühling, aber ich habe langsam vom Winter genug. Immerhin werden die Tage inzwischen wieder länger und wir hatten einige schöne sonnige (aber trotzdem noch frostige) Tage, die meine Stimmung aufgehellt haben. Die Sonne macht richtig Lust auf Frühling und ich freue mich schon auf ein paar frühlingshafte Nähprojekte.
Jedes Jahr gucke ich mir gerne den Pantone Farbreport für die kommende Modesaison an (ihr seht die diesjährige Farbwahl oben), doch in diesem Jahr finde ich keinen richtigen Farbfavoriten. Im letzten Jahr hat mich sowohl die Frühjahr/Sommer-, wie auch die Herbst/Winter-Farbwahl begeistert und inspiriert. In diesem Jahr geht es mir nicht so. Ich finde die Brauntöne Emperador und Chili Oil einfach zu herbstlich, auch die Farbe des Jahres Ultra Violet ist nicht wirklich mein Fall. Allgemein finde ich, ist die diesjährige Farbwahl sehr Lila-lastig und auch wenn ich Lila früher auch gerne mochte und viel getragen habe, ist mir im Moment nicht wirklich danach Lilatöne zu tragen. Pink Lavender find eich ganz hübsch, wie auch Lime Punch, aber ich weiß nicht, ob ich diese Farben wirklich in meine Garderobe aufnehmen würde. Die einzige Farbe, die auch in meine selbstgenähte capsule wardrobe passen wird, ist das helle Blau Little Boy Blue und auch Arcadia gefällt mir (gut, ich mag ja alle Türkisblauen-Töne, wie mein Blogname schon verrät).
Ich denke, in diesem Frühjahr und Sommer werde ich bei meiner DIY capsule wardrobe treu bleiben. Statt mit dem Trend zu gehen, werde ich weiterhin meine Basisgarderobe in Blau-, Grau- und Beigetönen nähen. Ich bin mir aber sicher, dass das eine oder andere bunte Teil trotzdem seinen Weg zu meiner Nähmaschine findet, allerdings wahrscheinlich weniger aus der Farbwahl oben.
Man muss eben auch nicht jedem Trend folgen, oder? :)
Welche Farbe gefällt Euch aus dem Pantone Farbenreport? Habt Ihr einen Favoriten?
Ich wünsche Euch eine schöne restliche Woche.

Liebe Grüße
Stef

18. Februar 2018

The good, the bad & the ugly .:. Knipmode mom-jeans 02/2018

Striped top / gestreiftes Oberteil - DIY / selbst genäht (pattern: self drafted / Schnittmuster: selbst konstruiert)
Mom-jeans - DIY / selbst genäht (pattern / Schnittmuster: Knipmode Jeans Wies 02/2018)
Mustard yellow coat / senfgelbe Jacke - Fuchs Schmitt (very old)
Booties / Stiefeletten - Sam Edelman
Bag / Tasche - Chloe Faye
Watch / Uhr - Skagen
Sunglasses / Sonnenbrille - Prada
Lips / Lippenstift - L'Oréal Lip Paint / Matte 211

EN Well, not every piece I sew turns out as I imagined... When I saw this striped rip knit fabric I was excited and imagined a sleek and body hugging top with long sleeves and a stand up collar with lots of 70s retro vibes. So I drafted a pattern for a jersey top, tried to match the stripes and it turned out... AWFUL! I haven't seen it coming... the fabric is just the ugliest nightmare to work with (sorry Stoff&Stil). First of all the fabric is a polyester-rayon-blend and I don't like the feel of it on my skin (I ordered the fabric online and thought a polyester-rayon-blend can't be that bad... turned out it can!). Secondly the rip knit is so slouchy and super stretchy, it just doesn't hold it's shape. I made the pattern pieces smaller and smaller and the top is still really big on me... so I just finished this project, so it's done and I can move on. One of the very few DIY clothes I made and really hate.
True Bias just released the Nikko pattern, exactly what I had in mind with this rip knit... oh well, maybe next time.
Now to the so called mom-jeans... I saw this pattern in the February issue of Knipmode and liked the idea of this kind of jeans: high waisted and straight leged. I had some remnant from my jeans project and thought I try this kind of jeans style, maybe I like it...
fabric: denim 10,5 OZ, 80% cotton, 18% polyester, 2% lycra
size: the pattern is drafted for non stretch denim, so I went one size down
fit: fitted at the waist, straight leged
level: mid level
modifications: none
instructions: I bought the online pattern since the German issue isn't available yet, so the instructions were in Dutch (which I unfortunately don't speak), but I have made jeans before so I followed my own steps.
recommendation: The pattern is drafted very well, I didn't need to alter anything. If you like the style of this jeans, give it a go. I personally was never a fan of high waisted pants and these jeans couldn't change that. I was and always will be a mid-rise wearer, because I think it flatters my figure the most. Take a look at my previous post with self drafted mid-rise trousers and you see the diffrerence. IMHO high waisted pants make me look wider then I am. 
So for this post, I combined my two worst makes of 2018... and we are only in the middle of February... hopefully these will be my last bad pattern choices for this year (fingers crossed).
At least I really like my self drafted top pattern and I already made a well fitted top out of really good cotton jersey, so stay tuned for that.
Have a great start to your week.
Sincerely,
Stef

DE Nicht jedes genähte Teil wird so, wie ich es mir vorgestellt habe... Als ich diesen gestreiften Jersey-Rippenstoff sah, hatte ich sofort ein enganliegendes Top mit langen Ärmeln und einem kleinen Stehkragen (schmaler als ein Rollkragen) mit einem 70er Jahre Retro-Gefühl im Kopf.
Ich habe mich also daran gemacht einen Schnitt zu konstruieren, ich habe die Streifen versucht so gut wie möglich anzupassen und das fertige Teil war einfach... FURCHTBAR! Ich hab es wirklich nicht kommen sehen! Der Stoff ist ein echter Albtraum (sorry Stoff&Stil): erstens mag ich das Stoffgefühl überhaupt nicht. Es handelt sich um eine Polyester-Viskose-Mischung und bei meiner Online-Bestellung dachte ich noch: "So eine Mischung kann nicht so schlimm sein!"... Kann sie doch! Trotzdem habe ich den Stoff vernäht, weil ich ihm eine Chance geben wollte, denn in meinem Stoffvorrat wollte ich ihn auch nicht vergammeln lassen. Zweitens lässt sich der Stoff nicht besonders gut verarbeiten, weil er so furchtbar labberig ist. Ich musste das Oberteil mehrmals kleiner machen und trotzdem ist es mir noch viel zu groß und noch schlimmer, es lässt mich sogar dicker erscheinen. Trotzdem ich habe das Top fertig genäht, damit ich es vom Nähtisch habe... immerhin aus Erfahrung klug geworden.
Vor kurzem hat True Bias den Nikko Schnitt für ein Top/Kleid veröffentlicht, das ich genau so im Kopf hatte... naja, vielleicht beim nächsten Mal.
Nun zur so genannten Mom-Jeans. Ich habe den Schnitt online auf der Knipmode Webseite entdeckt und fand diese Art von Jeans ganz interessant: taillenhoch geschnitten mit geradem Bein. Ich hatte noch gerade genug Jeansstoff von meiner selbst konstruierten Jeanshose übrig, um einen Versuch zu starten. Vielleicht würde mir ja der Sitz dieser Hose gefallen??? Lest selbst...
Stoff: Denim 10,5 OZ, 80% Baumwolle, 18% Polyester, 2% Lycra
Größe: Da der Schnitt für unelastische Stoffe konstruiert ist, mein Stoff aber erlativ stretchig ist, habe ich eine Kleidergröße kleiner gewählt.
Passform: an der Hüfte körpernah mit gerade verlaufendem Bein
Schwierigkeitsgrad: mittelschwer
Anleitung: Da ich mir den Schnitt online auf der Knipmode Webseite heruntergeladen hatte (da die deutsche Version dieser Ausgabe auch jetzt noch 2 Wochen auf sich warten lässt) und ich leider kein Niederländisch verstehe, habe ich mir die Anleitung gar nicht angeguckt, sondern einfach wie immer genäht (dies ist ja nicht meine erste Jeans).
Änderungen: keine
Empfehlung: Ich finde, der Schnitt ist gut konstruiert, ich musste keine Änderungen vornehmen und er sieht auch ziemlich genau so aus, wie an dem Model... jetzt kommt das große ABER: dieser hoch geschnittene Sitz ist einfach nichts für mich. Ich mochte taillenhohe Hosen eigentlich noch nie so richtig, aber da ich den passenden Stoffrest hatte, dachte ich, ich probiere es einfach Mal aus. Ich bin und bleibe aber eine mid-rise Trägerin (wie sagt man dazu im Deutschen? mittelhoch?). Dieser hohe Schnitt tut meiner Figur einfach keinen Gefallen und ich fühle mich in einer mittelhohen Hose viel wohler. Den direkten Unterschied sieht man auch direkt, wenn man sich meinen vorherigen Beitrag ansieht.
In diesem Beitrag habe ich also meine beiden schlechtesten Entscheidungen bei der Schnittwahl für dieses Jahr kombiniert... und das will schon was heißen, da wir ja erst Mitte Februar haben... das Jahr ist ja noch jung und ich hoffe, das waren die zwei letzten dummen Entscheidungen in diesem Jahr (ich klopfe auf Holz).
Immerhin bleibt mir aber der selbst konstruierte Schnitt des Oberteils, der ist nämlich, nimmt man einen qualitativ guten Jersey der nicht labbert, wirklich toll. Ich habe schon ein weiteres Oberteil genäht, das deutlich besser sitzt, das zeige ich dann hoffentlich demnächst.
Ich wünsche Euch einen guten Start in die neue Woche und bessere Schnittentscheidungen als ich.
Liebe Grüße
Stef
fotografiert von JFN