24. April 2016

Fashion Revolution .:. Insta Seams & More

Fashion Revolution
EN  This week was all about Fashion Revolution (at least on social media). Thousands of people asked #whomademyclothes? And a lot of fashion companies answered and showed the people behind their clothes: from designers to seamstress from India, Bangladesh and many more. It removed the scales from my (and others) eyes. 
I think it is so important to know under what conditions our clothes are produced. What are the conditions for humans and nature?
Even though I made a lot of my clothes, I'm wondering: Where does my fabric come from? Who made my fabric? Sometimes fabrics are very cheap. So what were the working conditions? Did the dyeing and printing make as much pollution as the ready to wear colthes? How much water were used?
Some of the online fabricshops dispalying the fabrics origins: e.g. made in Europe or fabrics have a certificate (such as GOTS - Global Organic Textile Standard, here you find a list of companies which have this certificate).
This is a small step, but we will go ahead. This holds my interest and I will research more about my ecological footprint of my fabric purchases.
How about you? Is that something you're concerned about? Or do you just buy fabric, you know the origin / under what conditions it was made? Or is it all about the price of the fabric? Tell me your opinion. 
Have a good start to your week.
Sincerely,
Stef 
P.S. Please excuse my poor English.

DE Diese Woche stand ganz im Zeichen der Fashion Revolution (zumindest in den sozialen Netzwerken). Tausende Menschen haben sich die Frage gestellt #whomademyclothes (Wer stellt meine Kleidung her?) und viele Modeunternehmen haben darauf reagiert und gezeigt, wer hinter ihren Kleidungsstücken steht und das vom Designer bis zur Schneiderin aus Indien, Bangladesch usw. Ich fand es wirklich spannend die Geschichten online zu verfolgen. 
Viele Menschen haben sich in dieser Woche damit auseinandergesetzt, unter welchen Bedingungen für Mensch und Natur die Kleidungsstücke hergestellt werden, die weltweit (teilweise sehr günstig) verkauft werden.
Auch ich habe mir natürlich meine Gedanken dazu gemacht. Obwohl ich viele meiner Kleidungsstücke selbst nähe, denke ich schon eine Weile über Arbeitsbedingungen, Umweltbelastung und Nachhaltigkeit in der Modeindustrie nach. 
Aber nicht nur das. Ganz besonders beschäftigt mich seit über einem Jahr die Frage: Woher kommt eigentlich mein Stoff? Wurde er unter menschenunwürdigen Bedingungen hergestellt? Wird dabei die Umwelt vielleicht genauso stark belastet wie bei kaufbarer Mode? Wie viel Wasser wurde bei der Herstellung verbraucht?
So billig, wie manche Stoffe angeboten werden, kann man sich fast denken, dass diese unter keinen guten Bedingungen hergestellt wurden. 
Inzwischen zeichnen einige Online-Stoffläden die Herkunftsregion der Stoffe aus (z.B. hergestellt in Europa) oder weisen auf Gütesiegel hin (z.B. GOTS - Global Organic Textile Standard, hier gibt es eine Übersicht der Modelabels, die diesem Standard folgen). 
Das ist ein Anfang. Ich würde mir aber für die Zukunft wünschen, dass nicht nur die Zusammensetzung des Stoffes gesetzlich angegeben werden muss, sondern auch aus welchem Land die Stoffe kommen bzw. welche Standards eingehalten wurden. 
Ich stehe noch am Anfang meiner Recherche zu diesem Thema, werde es aber weiter verfolgen.
Wie steht Ihr dazu? Achtet Ihr darauf, wo Euere Stoffe herkommen oder auf das GOTS Zertifikat? Oder spielt nur der Preis der Stoffe eine Rolle?
Ich wünsche Euch einen guten Start in die neue Woche.
Liebe Grüße,
Stef
Nachtrag: Frau Crafteln hat schon Anfang der Woche zum Thema Stoffherkunft/Stoffkauf einen spannenden Beitrag geschrieben (ich habe ihn leider jetzt erst entdeckt).
Magnolien, magnolia And here som more random stuff onf my instgram account: my favorite magnolia tree in full blossom. 
Und jetzt noch ein paar nebensächliche Eindrücke: z.B. mein liebster Magnolienbaum in voller Blüte.
fashion for designers, sewing, nähen, DIY
My latest sewing project. The fabric is made in Europe (sponsored by fashion-for-designers.de)
Mein neuestes Nähprojekt. Der Stoff ist in Europa hergestellt worden (zur Verfügunggestellt von fashion-for-designers.de)
fashion for designers, sewing, nähen, DIY And here is the nearly finished dress I made of the fabric above (soon here on my blog). 
Und hier das fast fertige Kleid aus dem oben gezeigten Stoff (bald auch als eigener Blogbeitrag).
Furla, Asos, Topshop, sewing, nähen, DIY A shot of my last blogpost.
Ein Schappschuss meines letzten Blogposts.
New shoes from Topshop*, last seen here (don`t know anything about the conditios they were made).
Neue Schuhe von Topshop*, zuletzt hier gezeigt (über die Herstellung weiß ich leider nichts)

via instagram @seaofteal
*Affiliates

Kommentare:

  1. Liebe Stef,

    ich finde es gut, dass du diese Frage in den Raum stellst. Genau das ging mir nämlich auch schon so oft durch den Kopf.
    Man kann zwar sagen, dass niemand für einen Hungerlohn das eigene T-Shirt genäht hat. Aber was ist mit demjenigen, der den Stoff unter wahrscheinlich noch haarsträubenderen Bedingungen gefärbt hat.
    Vielleicht kennst du ja die zdf-Reportage über eine Leder-Gerberei in Indien und eine Jeansherstellung in China. Da wird einem ganz anders, wenn man an Stoffe denkt.
    Ich versuche deshalb so hochwertig, wie möglich einzukaufen. Gewissheit wird man bei den aktuellen Standards und dem Zertifikate Dschungel wohl noch keine haben.

    Der Printstoff ist übrigens wunderschön!

    Lieben Gruß,
    Julia

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Julia,
      vielen Dank für Deinen Kommentar. Ich habe auch den Eindruck, es gibt immer mehr Zertifikate und Siegel etc. Als Kunde hat man da kaum durchblick, vor allem, da es Zertifikate gibt, die man "kaufen" kann. Leider sind oft die gemusterten Stoffe eben nicht zertifiziert, sondern wer weiß woher. Mir ist z.B. aufgefallen, dass in deutschen Onlineshops oft Zara, Shein und Romwe (etc) Stoffe auftauchen... man erkennt irgendwann die Muster oder vielleicht habe nur ich so ein Mustergedächtnis! :)
      Die Dokumentationen kenne ich auch, genau deshalb hab eich mir ja auch die Fragen gestellt. Wie werden eigentlich "unsere" Stoffe hergestellt? :)
      Vielen Dank für Deine Meinung zu diesem vielschichtigen Thema.
      Liebe Grüße,
      Stef

      Löschen
  2. Liebe Stef wunderschöne Bilder. Du nähst ja immer so tolle Kleidung. Die Frage wo der Stoff herkommt ist genauso berechtigt wie die Frage wo die Kleidung herkommt. Da muss ich dir echt recht geben. Bin schon gespannt wie das Kleid an Dir aussieht, der Stoff ist ein Traum.
    Liebe Grüße Tina

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo liebe Tina,
      die Frage, woher der Stoff kommt ist zwar berechtigt, aber wohl kaum zu beantworten. Große Modeunternehmen müssen transparent sein, aber Stoffläden um die Ecke nicht... oder können es vielleicht auch gar nicht sein... die wissen oftmals einfach nicht, woher die Stoffe kommen (vom Großhändler ;)).
      Dankeschön für Dein Lob zum Kleid. Ich finde es sogar angezogen noch besser (sitzt einafch besser als auf meiner Puppe).
      Liebe Grüße,
      Stef

      Löschen
  3. So ganz kann man wohl in den seltensten Fällen den kompletten Verlauf nach vollziehen. Auch wenn ein Stoff mit einem Made in deklariert ist, dann kann damit nur ein Produktiosschritt sein. Gehen wir mal von Baumwolle aus, die wird in einem Land gepflückt, in einem anderem Betriebt veredelt, in einem weiterem gebleicht, in in einem weiterem gefärbt, irgendwo wird gewebt, vielleicht noch in einem anderem Betrieb bedruckt...usw. Wer will und kann da noch den Überblick behalten? Ich finde es schade das generell Waren, teilweise unnötig weite Wege zurück legen.
    viele liebe Grüße Yvonne
    http://by-yvonne-mania.blogspot.com

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Yvonne,
      vielen Dank für Deine Gedanken. Ich gebe Dir vollkommen Recht. z.B. habe ich mit dem Firmeninhaber von fashion-for-designer.de persönlich sprechen können und er sagte, alle Stoffe sind in Europa (vor allem Spanien) hergestellt. Aber Du hast natürlich Recht: irgendwo muss auch die Baumwolle herkommen, die wohl in Spanien nicht wächst. Die Kette kann man also nie ganz im Auge haben. Ich finde, es ist trotzdem ein wichtiger Schritt, einfach Mal die Augen für sowas offen zu halten.
      Bei den unnötigen Wegen kann ich Dir auch nur Recht geben, neulich habe ich beim Discounter mit A abgepacktes Hähchen aus Brasilein (!!!) gesehen... ist ja nicht so, als gäbe es bei uns keine Hähnchen! ;)
      Liebe Grüße,
      Stef

      Löschen
  4. Guter Artikel und toller Blog!
    Allerdings finde ich, daß jemand der sich so viel Gedanken um die Herkunft von Stoffen macht sich auch Gedanken darum machen sollte woher die Schuhe kommen die man so trägt - vor allen Dingen wenn sie von Top Shop sind.
    Top Shops Eigentümer Sir Green ist Steuerbetrüger und liebt Sweatshops mit Sklavenarbeitern. Man braucht nicht 100 Paar billige Schuhe die man von verbrecherischen Unternehmen kauft. Weniger Schuhe von guter Qualität tuns auch. Und daß Kate Moss Werbung für diesen korrupten Laden macht ändert nichts an der Tatsache, daß Topshop billigen Tand für die Unterschicht produziert.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebes Anonym,
      normalerweise veröffentliche ich Kommentare ohne einen Namen nicht, bei Dir mache ich aber eine Ausnahme.
      Wie ich in meinem Beitrag ja geschrieben habe, stehe ich am Anfang meiner Recherche und weiß nichts über die Herstellung bei Topshop.
      Ich finde Deine Art der Kommunikation allerdings absolut unangebracht. Schade, dass Du noch so rückständig bist und in Gesellschaftsklassen denkst. Ich hatte gehofft, so etwas hätten wir in unserer pluralistischen Gesellschaft hinter uns gelassen.
      Danke trotzdem für die Anregungen. Ich werde mich weiter mit dem Thema auseinandersetzen.
      Liebe Grüße,
      Stef

      Löschen
    2. Hallo Stefanie, ich bin "ein anderes Anonym" als die Schreiberin oben und finde, dass sie teilweise Recht hat. Du hast ein Thema angestoßen, das sich mit dem, was du hier in deinem Blog postest und zeigst, widerspricht. Der Günstigware der Discounter bist du genauso erlegen wie wir alle. Ausgerechnet die Topshop-Schuhe unter deinem sozialen Thema... na ich weiß nicht. Wir werden keine Chance haben, die Herkunftsquellen all dieser Waren zu erschließen. Dass man sich Gedanken macht, finde ich jedoch gut. Nicht gut finde ich, dass du die anonymen Schreiberlinge angreifst. Du bietest das doch in deinem Blog an, dann deaktiviere doch "Anonym" als Auswahl, es ist mir egal, ob ich einen Namen dazu hab oder nicht, den kann man sich übrigens ausdenken. Liebe Grüße von Monika

      Löschen
    3. Hallo Monika,
      da hast Du etwas falsch verstanden: ICH greife niemanden an, sondern "Unterschicht" sollte ja wohl ein Angriff auf mich sein.
      Ich habe das anonyme Kommentieren auf meinem Blog aktiviert, weil es Leser gibt, die nicht bei Google etc. angemeldet sind und sich auch nicht anmelden möchten. Neben diesen Kommentatoren nutzen aber immer wieder Blogger diese Funktion, um hier Ihren Neid und Ihr Gemecker abzuladen, aber ja nicht ihren Blognamen preisgeben wollen, damit die anderen Nähblogger sie noch immer für ach so lieb halten. Ich sehe es aber nicht ein, die "anonym" Funktion wegen dieses negativen Kommentators zu sperren.
      Nur weil ich die Funktion aktiviert habe, heißt das aber nicht automatisch, dass man mich anonym beschimpfen darf. Das ist nämlich keine Diskussion auf dem Niveau, wie ich sie führen möchte.
      Ich hatte bereits in meinem Blogpost SELBST und noch Mal in meiner Antwort zum Anonym geschrieben, dass ich die Herstellunsweise von Topshop nicht kenne, aber weiter recherchieren werde und ich somit die Kritik, des Anonym aufnehme.
      Stef

      Löschen
  5. Ich habe deine Gedanken bereits bei Instagram gelesen und muss ehrlich gestehen, dass ich mir diese Frage noch gar nicht gestellt habe. Bei den Schnäppchenpreisen von Bekleidung stell ich mir regelmäßig die Frage, unter welchen Bedingungen wohl die Herstellung erfolgt ist. Vorallem weil der Handel auch an einem 5 € Shirt noch verdient. Bei Stoffen habe ich mir darüber noch keine Gedanken gemacht. Ich kaufe eigentlich keine Billigstoffe, trotzdem ist die Frage, unter welchen Bedingungen meine Schätzchen hergestellt wurden, nicht unberechtigt. Ich werde gleich am Samstag mal im Stoffgeschäft meines Vertrauens nachfragen.
    Gut, dass du uns zum Nachdenken anregst.
    Ich bin gespannt auf dein Fotoshooting mit dem Retrokleid.
    Herzliche Grüße
    Birgit

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo liebe Birgit,
      Danke für Deinen tollen Kommentar.
      Mir ging es sehr ähnlich. Ich habe mir früher keine Gedanken über die Herstellung der Stoffe gemacht. Als ich vor 6 Jahren mit dem Nähen anfing, war ich froh über günstige Stoffe, da war es nicht so schlimm, wenn Mal ein Projekt nicht klappte. Mit den Jahren sammelt man aber zum Glück Erfahrung und kann den Blick auch Mal auf andere Sachen richten. Ich selbst mache mir um die Stoffherstellung auch noch nicht so lange Gedanken und wie Yvonne (Kommentar weiter oben) bereits anmerkte, kann man die Herstellungskette meist gar nicht zurückverfolgen. ABER: Ich finde es wichtig, überhaupt über dieses Thema nachzudenken und auch Mal nachzuhacken. Das werde ich in Zukuft auch öfter tun. Denn teurer Stoff muss ja nicht gleichbedeutend mit besseren Produktionsbedingungen sein.
      Ich freue mich, dass ich Dir eine Anregung sein konnte.
      Herzliche Grüße,
      Stef

      Löschen
  6. Hallo Stef,
    man hier ist ja eine richtige Diskussion in die Gänge gekommen! Ich habe mich schon öfter gefragt, woher meine Stoffe wohl kommen bzw. warum manche so viel billiger sind als andere (trotz ähnlicher Zusammensetzung). Das einzige, was ich bisher weiß, ist, dass es bei Como in Norditalien mehrere Webereien gibt, wo viele Designer ihre Stoffe produzieren lassen. Allerdings arbeiten in den Webereien wohl (fast) nur Chinesen, und wahrscheinlich auch nicht zu den besten Bedingungen. Trotzdem ist das immerhin alles noch der europäischen Politik unterworfen. Ich denke, die Politik in den sogenannten Entwicklungslängern ist auch eines der Hauptprobleme bei der Herstellung von Stoffen oder Kleidung. Die Leute in Bangladesh würden wahrscheinlich auch nicht so ausgenutzt werden, wenn die gesetzlichen Bedingungen dort anders wären. Ich weiß daher nicht genau, ob sich unser Kaufverhalten so sehr auswirkt. Sicher täte es der "Umwelt" insgesamt besser, wenn wir alle etwas weniger kaufen würden, und dafür Klamotten, die länger halten.LG Anna

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Anna,
      ich habe auch schon an Stoffe gedacht, in deren Webkante sogar "Made in Italy" eingewoben ist... umso überraschender, dass in den Fabriken chinesische Arbeitskräfte arbeiten! Das ist ja echt eine Neuigkeit für mich. Aber natürlich absolut vorstellbar, denn diese Arbeitskräfte sind deutlich billiger. In Bezug auf die europäischen Rahmenbedingungen stimme ich Dir zu, also keine Kinderarbeit, ordentliche Schutzkleidung bei chemischen Herstellungsprozessen etc...
      Ich würde mir zunächst einmal wünschen, dass die Herstellungsländer auch bei Stoffen angegeben werden müssen, das ist ja bei Kaufware auch nicht anders. Dann könnte man sein Kaufverhalten zumindest gezielt ändern. Im Moment ist das natürlich schwieriger, da man wirklich keine Ahnung hat, woher die Stoffe kommen.
      Liebe Grüße,
      Stef

      Löschen