18. September 2014

At Sundown .:. Bei Sonnenuntergang

Dress - made by me (pattern: Burda style 07/2014 #116)
Kleid - selbst genäht (Schnitt: Burda style 07/2014 #116, Stoff: Alfatex)
Sandals / Sandalen - Zara
Shades / Sonnenbrille - Oscar de la Renta
Nails / Nagellack - Sally Hanson Pink Slip, Dior Carré bleu
Natürlich darf bei einem Urlaub am Meer das obligatorische Sonnenuntergangsbild nicht fehlen. Bis auf einen wolkenreicheren Abend, hatten wir jedes Mal einen wundervollen Sonnenuntergang. Hier zeige ich Euch zwei verschiedene Sonnenuntergänge: den einen, als ich das Kleid trug und den anderen ganz ohne Personen (da sieht man auch, das der Wellengang deutlich stärker war).
Das Kleid hatte ich schon eine Weile vor dem Urlaub fertig genäht. Der Schnitt ist recht einfach, da der Oberstoff allerdings sehr durchsichtig ist, habe ich mich entschlossen, das Kleid zu füttern. Den Rest habe ich aber nach Anleitung genäht. Den Saum habe ich als Rollsaum verarbeitet. Besonders gut gefällt mir, dass das Kleid Taschen hat, ich finde, das macht es irgendwie lässiger.
Durch das Futter habe ich natürlich etwas länger fürs Nähen gebraucht. Generell benötige ich für so gut wie jedes Kleidungsstück mindestens zwei Tage, meistens drei. Auch, wenn ich frei habe und mich voll und ganz dem Nähen widmen kann. Allerdings nähe ich auch nicht die ganze Zeit, sondern mache dazwischen Pause.
Am ersten Tag bügel ich den Stoff, lege ihn aus und sehe mir an, wie ich den Schnitt mit dem Stoff des Musters am Besten zur Geltung bringen kann. Danach markiere ich mir mit einem wasserlöslichen Trickmarker den Schnittverlauf, dadurch weiß ich sehr exakt, wo später die Naht entlanggehen muss. Dann zeichne ich mit groben Markierungen 1,5cm Nahtzugabe hinzu und schneide alles aus. Ich markiere den Schnitt sehr sorgfältig auf dem Stoff, daher benötige ich dafür recht lange. Damit die Vlieseline auskühlen kann, bügel ich diese meist auch schon vorher auf.
Am zweiten Tag nähe ich das Projekt (+ Reißverschluss) und am dritten Tag folgen dann meist die Feinarbeiten wie Saum und Halsbesatz per Hand annähen.
Ich empfinde es irgendwie als sehr befriedigend, wenn alles ganz sauber und exakt ist. In einem verwurschtelten Teil würde ich niemals rumlaufen. Außerdem finde ich es wichtig, sich selbst so viel Respekt zu zollen, dass man sein eigenes Kleidungsstück (oder auch eines für jemand anderen) sauber und ordentlich näht. Ist unsere Zeit nicht zu kostbar um sie dann mit irgendetwas zusammengetackerten zu verschwenden? Meine Zeit ist mir dafür zu schade, denn ich will ja lange Freude an meinem Stück haben.
Ich bin zwar auch nicht perfekt, aber ich versuche der Perfektion einfach mit jedem Projekt ein Stück näher zu kommen.
Liebe Grüße,
Stef



Kommentare:

  1. Liebe Stef,

    Tolle Bilder, tolles Kleid, toller Stoff, tolle Stef! Mehr braucht man dazu nicht sagen! ;)

    LG Vici

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  2. sehr sehr hübsch, du und das kleid! ich nähe auch viel selbst und versuche, möglichst genau zu arbeiten. gerade bei rutschigen kleider- oder blusenstoffen aber habe ich aber oft schwierigkeiten, das schnittmuster inkl. nahtzugaben und passzeichen, abnäher, etc. exakt auf den stoff zu übertragen. ich verwende seidenpapier für den schnitt und nähgewichte um den schnitt am stoff zu fixieren (mit stecknadeln verrutschen mir die flutschigen stoffe oft so). zum nachzeichnen habe ich schon verschiedenes ausprobiert (schneiderkreide, kreidestife, trickmarker, ..) bin aber mit nichts so richtig zufrieden. hast du irgendwelche geheimtricks zum sauberen gelingen?
    liebe grüße, steffi

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    1. Hallo Stefanie,
      also ich benutzte auch Kreide, Kreidestifte und ich habe auch diesen Prym Pulverkreiderollen mit Najtzugaben-Abstandshalter.
      Am liebsten benutze ich den weißen Kreidestrich bei dunklen Materialien, z.B. meine Tartan-Hose, ich wollte das Muster passend und musste ja auch da sehr genau sein. Das ging mit dem Kreidestift ziemlich gut. Bei groberen Stofen, die nicht so leicht verziehen, nehme ich normale Schneiderkreide in dieser rechteckigen Form.
      Bis jetzt hatte ich von Prym immer den hellblauen Trickmarker, wasserlöslich in fein. Davor den feinen Trickmarker, der von allein verschwindet. Allerdings verschwindet er auch innerhalb eines Tages und da ich für meine Projekte zu lange brauche, waren die Markeirungen immer zu schnell weg.
      Außerdem hat die feine, harte Spitze manchmal den feinen Stoff etwas "verletzt", das hat mir auch nicht so zugesagt, daher habe ich weitergesucht. Nun habe ich den Prym Mark&Erase Pen mit zwei Enden. Eigentlöich benutze ich nur das Markerende, aber die Spitze ist so weich, dass selbst feiner Stoff nicht in Mitleidenschaft gezogen wird. Bis jetzt find eich den am Besten. Das ist dieser Hier:
      Prym Mark&Erase Pen

      Ich kann mir aber auch gut vorstellen, dass dieser ohne den Löschstift genauso gut funktioniert. Den gab es in unserem Nähladen nur leider nicht...
      Aqua-Trickmarker
      Ich hoffe, ich konnte Dir helfen.
      Liebe Grüße,
      Stef

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  3. Hallo Stefanie,
    das Kleid gefällt mir gut, eine gelungene Mischung aus elegant und lässig! Und die Sonnenuntergang-Fotos (besonders die mit den Wellen) sind der Hammer!
    Sag mal, was benutzt du für einen Trickmarker beim Nähen? Ich habe bislang immer Schneiderkreide benutzt, finde sie mittlerweile aber zu unpräzise. Jetzt habe ich mir neulich diesen Kreide-Roller von Prym bestellt (ist noch nicht angekommen). Ich befürchte aber, dass man damit auch nicht auf allen Stoffen gut markieren kann, zudem finde ich die Nachfüllpatronen überteuert (ca 5 Euro). Bin daher dankbar für Tipps.
    Viele Grüße, Anna

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    1. Liebe Anna,
      vielen Dank, es freut mich sehr, dass Dir meine Bilder gefallen! :)
      Was mein Vorgehen mit der Schneiderkreide und den Trickmarkern angeht, schau Mal eine Antwort über Dir bei Stefanie, dort habe ich alles beantwortet und auch Links zu den Produkten.
      Ich muss Dir zustimmen, dieser Prym Kreide-Roller sagt mir auch nicht richtig zu. Ich habe immer den Eindruck, er straubt meinen Stoff komplett zu, aber wenn ich dann ne Markierung brauchte, war das Puder verschwunden.
      Ich benutze ihn eigentlich auch nur bei dunklen Stoffen... wenn überhaupt.
      Ich hoffe, die Antwort oben ist aufschlussreich, ansonsten kannst Du mich auch noch Mal fragen! :)
      Liebe Grüße,
      Stef

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