25. Juli 2014

Designer for Tomorrow .:. Part II

In diesem Post habe ich Euch bereits zwei Kandidaten des Designer for Tomorrow Awards vorgestellt. Heute möchte ich Euch die restlichen drei Finalisten des Jahres 2014 vorstellen. Oben seht Ihr Maria Lola Roche, meine persönliche Favoritin. Maria ist Irin und in Ihrer Kollektion "Poetry of Dissection" zeigte sie phantastische Entwürfe. Einerseits tragbar, andereseits auffallend und extravagant. Wie man sehen kann, hat sie sich von verschiedenen Jahrhunderten der Mode inspirieren lassen.
Gleich ihr ersten Entwurf, dieses rote Kleid, erntete tosenden Applaus des Publikums, doch mir gefallen die nächsten Entwürfe noch besser.
Diese Halskrause finde ich phenomenal. Einerseits spielt Maria damit auf die Zeit Elisabeths I. an (ich liebe solche historischen Zitate), andererseits erinnert das Ganze auch an einen Clown und man kann es nicht leugnen, manchmal ist die Modewelt doch ein Zirkus. Ich mag solche Entwürfe mit Augenzwinken, man sollte die Mode nicht immer allzu ernst nehmen.
Dies ist mein Lieblingsentwurf der Designerin. Ich finde das Rockteil, dass an einen Reifrock des 17. Jahrhunderts erinnert, einfach genial.

Die vierte Finalistin, die ihre Entwürfe auf dem Laufsteg präsentierte, war Sylvia Roustcheva aus Bulgarien. Sie taufte ihre Kollektion "Cocoon" und  man erkennt auch auf den ersten Blick, warum. Ich finde die Kombination aus fließenden Seidenstoffen und grobem Strick auch sensationell. Die Modelle zeigen wirklich das handwerkliche Können der Designerin. Allerdings waren mir diese Entwürfe zu offensichtlich. Natürlich blieb sich die Designerin treu, denn alle Entwürfe zeigten Strick und Seide in Kombination, aber es fehlte mir einfach an Einfallsreichtum und Fasette.

Der letzte im Bunde war Matteo Lamandini, der für mich, überraschende Sieger des Designer for Tomorrow Awards 2014. Er zeigte in seiner Kollektion "Zoot Suit" durchweg Anzüge mit Karomuster in verschiedensten bunten Kombinationen. Irgendwie fehlte mir aber auch bei ihm der Einfallsreichtum. Er blieb bei seinem Konzept. Ich bin mir sicher, die Jury (unter anderem bestehen aus Tommy Hilfiger, Christiane Arp (Chefredakteurin der Vogue), Annette Weber (Chefredakteurin der Instyle), John Cloppenburg (Mitglied der Unternehmensleitung der Peek&Cloppenburg KG, Düsseldorf und der Fashion ID GmbH&Co. KG) u.a.) hatte ihre Gründe, sich für Matteo Lamandini zu entscheiden.
Das waren nun all meine Eindrücke und Bilder meines kurzen Ausflugs nach Berlin zur Fashionweek 2014.
Ich bin am Mittwoch, den 09.07. morgens, mit dem Zug nach Berlin aufgebrochen. Ich war ungefähr 7 Stunden unterwegs. Freundlicherweise hat mich Christine von stoffe.de vom Bahnhof abgeholt und wir haben uns auf dem Weg ins Hotel schon ein wenig ausgetauscht. Ich hatte dann noch 30 Minuten, um mich in meinem Hotelzimmer fertig zu machen und dann ging es auch schon los, Richtung Erika-Heß-Eisstadion. Die Fashionweek fand diesmal, wie üblich, nicht am Brandenburger Tor statt, sondern musste der Fanmeile zur Fußball Weltmeisterschaft in Brasilien weichen. Insgesamt waren wir bis 23:30 Uhr unterwegs und da ich am nächsten Mittag schon wieder einen beruflichen Termin hatte, fuhr ich am Donnerstag um 6 Uhr auch schon wieder nach Hause.
Leider ist es mir mit meiner Arbeit und den damit verbundenen Projekten nicht möglich, freizunehmen wann ich will. Vor allem in der Zeit der Fashionweek habe ich eigentlich immer Projekte, so dass ich sehr froh war, dass ich dieses Jahr für diese kurze Zeit auf die Fashionweek durfte. Ich möchte mich dafür ganz herzlich bei stoffe.de und ganz speziell bei Christine und Sandra bedanken. Herzlichen Dank, dass Ihr mich eingeladen habt, mit Euch den Designer for Tomorrow Award 2014 zu erleben.
Übrigens gibt es eine Capsule Collection der letztjährigen Designer for Tomorrow Award-Gewinnerin, Ioana Ciolacu, aktuell auf FashionID zu kaufen. Ich habe Euch die Stücke unten verlinkt.
Ich hoffe sehr, dass ich es irgendwann noch einmal auf die Fashionweek schaffe.
Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende, genießt das schöne Wetter.
Liebe Grüße,
Stef


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