21. Februar 2018

Pantone Fashion Color Report .:. Spring Summer 2018

EN I know it's still some time till spring, but I'm a bit over the dark cold winter. But the days getting already longer and we had some sunny (but still freezing cold) days which brightened my moo.
All this makes me so excited for spring and some spring related sewing projects. Every year I read up on the Pantone fashion color report and let me inspire by the beautiful colors they choose (you can see Pantones color choices above).
This year however, I'm not overly keen on the colors for spring/summer. Some colors like emperador, chili oil or ultra violet remind me more of fall/winter colors. Also all these purple shades, why so much, Pantone? I wore purple back in 2012, but now I'm just not that into these purple color shades anymore. I think I'll stick this spring to my DIY capsule wardrobe colors like navy blue, grey and beige-y/camel shades. I'll for sure inject some color in my DIY wardrobe, but I can't find my favorites among the Pantone choices this year. I kind of like the color lemon punch, but I can't imagine me wearing it. I also like pink lavernder and arcadia. Since I love all teal color shades, I might sew something in the color arcadia (I have a lovely cotton twill in this color in my stash).
The only color I'll definetely have in my spring/summer wardrobe is the light blue little boy blue, because it goes very well with all my other capsule wardrobe colors.
Well, it isn't always about the color trends, isn't it?
What's your favorite color of the Pantone color report?
Have a great rest of the week.
Sincerely,
Stef

DE Ich weiß, es ist noch lange nicht Frühling, aber ich habe langsam vom Winter genug. Immerhin werden die Tage inzwischen wieder länger und wir hatten einige schöne sonnige (aber trotzdem noch frostige) Tage, die meine Stimmung aufgehellt haben. Die Sonne macht richtig Lust auf Frühling und ich freue mich schon auf ein paar frühlingshafte Nähprojekte.
Jedes Jahr gucke ich mir gerne den Pantone Farbreport für die kommende Modesaison an (ihr seht die diesjährige Farbwahl oben), doch in diesem Jahr finde ich keinen richtigen Farbfavoriten. Im letzten Jahr hat mich sowohl die Frühjahr/Sommer-, wie auch die Herbst/Winter-Farbwahl begeistert und inspiriert. In diesem Jahr geht es mir nicht so. Ich finde die Brauntöne Emperador und Chili Oil einfach zu herbstlich, auch die Farbe des Jahres Ultra Violet ist nicht wirklich mein Fall. Allgemein finde ich, ist die diesjährige Farbwahl sehr Lila-lastig und auch wenn ich Lila früher auch gerne mochte und viel getragen habe, ist mir im Moment nicht wirklich danach Lilatöne zu tragen. Pink Lavender find eich ganz hübsch, wie auch Lime Punch, aber ich weiß nicht, ob ich diese Farben wirklich in meine Garderobe aufnehmen würde. Die einzige Farbe, die auch in meine selbstgenähte capsule wardrobe passen wird, ist das helle Blau Little Boy Blue und auch Arcadia gefällt mir (gut, ich mag ja alle Türkisblauen-Töne, wie mein Blogname schon verrät).
Ich denke, in diesem Frühjahr und Sommer werde ich bei meiner DIY capsule wardrobe treu bleiben. Statt mit dem Trend zu gehen, werde ich weiterhin meine Basisgarderobe in Blau-, Grau- und Beigetönen nähen. Ich bin mir aber sicher, dass das eine oder andere bunte Teil trotzdem seinen Weg zu meiner Nähmaschine findet, allerdings wahrscheinlich weniger aus der Farbwahl oben.
Man muss eben auch nicht jedem Trend folgen, oder? :)
Welche Farbe gefällt Euch aus dem Pantone Farbenreport? Habt Ihr einen Favoriten?
Ich wünsche Euch eine schöne restliche Woche.

Liebe Grüße
Stef

18. Februar 2018

The good, the bad & the ugly .:. Knipmode mom-jeans 02/2018

Striped top / gestreiftes Oberteil - DIY / selbst genäht (pattern: self drafted / Schnittmuster: selbst konstruiert)
Mom-jeans - DIY / selbst genäht (pattern / Schnittmuster: Knipmode Jeans Wies 02/2018)
Mustard yellow coat / senfgelbe Jacke - Fuchs Schmitt (very old)
Booties / Stiefeletten - Sam Edelman
Bag / Tasche - Chloe Faye
Watch / Uhr - Skagen
Sunglasses / Sonnenbrille - Prada
Lips / Lippenstift - L'Oréal Lip Paint / Matte 211

EN Well, not every piece I sew turns out as I imagined... When I saw this striped rip knit fabric I was excited and imagined a sleek and body hugging top with long sleeves and a stand up collar with lots of 70s retro vibes. So I drafted a pattern for a jersey top, tried to match the stripes and it turned out... AWFUL! I haven't seen it coming... the fabric is just the ugliest nightmare to work with (sorry Stoff&Stil). First of all the fabric is a polyester-rayon-blend and I don't like the feel of it on my skin (I ordered the fabric online and thought a polyester-rayon-blend can't be that bad... turned out it can!). Secondly the rip knit is so slouchy and super stretchy, it just doesn't hold it's shape. I made the pattern pieces smaller and smaller and the top is still really big on me... so I just finished this project, so it's done and I can move on. One of the very few DIY clothes I made and really hate.
True Bias just released the Nikko pattern, exactly what I had in mind with this rip knit... oh well, maybe next time.
Now to the so called mom-jeans... I saw this pattern in the February issue of Knipmode and liked the idea of this kind of jeans: high waisted and straight leged. I had some remnant from my jeans project and thought I try this kind of jeans style, maybe I like it...
fabric: denim 10,5 OZ, 80% cotton, 18% polyester, 2% lycra
size: the pattern is drafted for non stretch denim, so I went one size down
fit: fitted at the waist, straight leged
level: mid level
modifications: none
instructions: I bought the online pattern since the German issue isn't available yet, so the instructions were in Dutch (which I unfortunately don't speak), but I have made jeans before so I followed my own steps.
recommendation: The pattern is drafted very well, I didn't need to alter anything. If you like the style of this jeans, give it a go. I personally was never a fan of high waisted pants and these jeans couldn't change that. I was and always will be a mid-rise wearer, because I think it flatters my figure the most. Take a look at my previous post with self drafted mid-rise trousers and you see the diffrerence. IMHO high waisted pants make me look wider then I am. 
So for this post, I combined my two worst makes of 2018... and we are only in the middle of February... hopefully these will be my last bad pattern choices for this year (fingers crossed).
At least I really like my self drafted top pattern and I already made a well fitted top out of really good cotton jersey, so stay tuned for that.
Have a great start to your week.
Sincerely,
Stef

DE Nicht jedes genähte Teil wird so, wie ich es mir vorgestellt habe... Als ich diesen gestreiften Jersey-Rippenstoff sah, hatte ich sofort ein enganliegendes Top mit langen Ärmeln und einem kleinen Stehkragen (schmaler als ein Rollkragen) mit einem 70er Jahre Retro-Gefühl im Kopf.
Ich habe mich also daran gemacht einen Schnitt zu konstruieren, ich habe die Streifen versucht so gut wie möglich anzupassen und das fertige Teil war einfach... FURCHTBAR! Ich hab es wirklich nicht kommen sehen! Der Stoff ist ein echter Albtraum (sorry Stoff&Stil): erstens mag ich das Stoffgefühl überhaupt nicht. Es handelt sich um eine Polyester-Viskose-Mischung und bei meiner Online-Bestellung dachte ich noch: "So eine Mischung kann nicht so schlimm sein!"... Kann sie doch! Trotzdem habe ich den Stoff vernäht, weil ich ihm eine Chance geben wollte, denn in meinem Stoffvorrat wollte ich ihn auch nicht vergammeln lassen. Zweitens lässt sich der Stoff nicht besonders gut verarbeiten, weil er so furchtbar labberig ist. Ich musste das Oberteil mehrmals kleiner machen und trotzdem ist es mir noch viel zu groß und noch schlimmer, es lässt mich sogar dicker erscheinen. Trotzdem ich habe das Top fertig genäht, damit ich es vom Nähtisch habe... immerhin aus Erfahrung klug geworden.
Vor kurzem hat True Bias den Nikko Schnitt für ein Top/Kleid veröffentlicht, das ich genau so im Kopf hatte... naja, vielleicht beim nächsten Mal.
Nun zur so genannten Mom-Jeans. Ich habe den Schnitt online auf der Knipmode Webseite entdeckt und fand diese Art von Jeans ganz interessant: taillenhoch geschnitten mit geradem Bein. Ich hatte noch gerade genug Jeansstoff von meiner selbst konstruierten Jeanshose übrig, um einen Versuch zu starten. Vielleicht würde mir ja der Sitz dieser Hose gefallen??? Lest selbst...
Stoff: Denim 10,5 OZ, 80% Baumwolle, 18% Polyester, 2% Lycra
Größe: Da der Schnitt für unelastische Stoffe konstruiert ist, mein Stoff aber erlativ stretchig ist, habe ich eine Kleidergröße kleiner gewählt.
Passform: an der Hüfte körpernah mit gerade verlaufendem Bein
Schwierigkeitsgrad: mittelschwer
Anleitung: Da ich mir den Schnitt online auf der Knipmode Webseite heruntergeladen hatte (da die deutsche Version dieser Ausgabe auch jetzt noch 2 Wochen auf sich warten lässt) und ich leider kein Niederländisch verstehe, habe ich mir die Anleitung gar nicht angeguckt, sondern einfach wie immer genäht (dies ist ja nicht meine erste Jeans).
Änderungen: keine
Empfehlung: Ich finde, der Schnitt ist gut konstruiert, ich musste keine Änderungen vornehmen und er sieht auch ziemlich genau so aus, wie an dem Model... jetzt kommt das große ABER: dieser hoch geschnittene Sitz ist einfach nichts für mich. Ich mochte taillenhohe Hosen eigentlich noch nie so richtig, aber da ich den passenden Stoffrest hatte, dachte ich, ich probiere es einfach Mal aus. Ich bin und bleibe aber eine mid-rise Trägerin (wie sagt man dazu im Deutschen? mittelhoch?). Dieser hohe Schnitt tut meiner Figur einfach keinen Gefallen und ich fühle mich in einer mittelhohen Hose viel wohler. Den direkten Unterschied sieht man auch direkt, wenn man sich meinen vorherigen Beitrag ansieht.
In diesem Beitrag habe ich also meine beiden schlechtesten Entscheidungen bei der Schnittwahl für dieses Jahr kombiniert... und das will schon was heißen, da wir ja erst Mitte Februar haben... das Jahr ist ja noch jung und ich hoffe, das waren die zwei letzten dummen Entscheidungen in diesem Jahr (ich klopfe auf Holz).
Immerhin bleibt mir aber der selbst konstruierte Schnitt des Oberteils, der ist nämlich, nimmt man einen qualitativ guten Jersey der nicht labbert, wirklich toll. Ich habe schon ein weiteres Oberteil genäht, das deutlich besser sitzt, das zeige ich dann hoffentlich demnächst.
Ich wünsche Euch einen guten Start in die neue Woche und bessere Schnittentscheidungen als ich.
Liebe Grüße
Stef
fotografiert von JFN

21. Januar 2018

Autumn maple & Navy-blue .:. DIY capsule wardrobe //
Burda style 6810

Pussy-bow blouse / Schluppenbluse - DIY / selbst genäht (based on Burda style 6810 / basierend auf Burda style 6810)
Navy-blue trousers / dunkelblaue Hose - DIY / selbst genäht (self drafted pattern / nach einem selbst konstruierten Schnitt)
Camel Coat / Beiger Wollmantel - DIY / selbst genäht
Bag / Tasche - Givenchy Antigona
Bow pumps / Pumps mit Schleife - PierOne (around 7 years old / ca. 7 Jahre alt)
Sunglasses / Sonnenbrille - Prada
Lips / Lippenstift - L'Oréal Lip Paint Laquer 101 Gone with the nude

EN I really liked the Pantone fall/winter color selection for 2017 (talked about them here) and one of these colors was autumn maple (somwhere between tawny and russet). Even tough it's kind of an autumnal color, I really like this warm tone for winter, too. 
My self drafted trousers have a really dark navy tone of color and are a great basic for my everyday work wardrobe. Nothing really exciting, just mid-rise straight leg trousers made of a rayon-wool-elastane-crepe-fabric (bought it some years ago). 
My DIY camel coat had it's big appearance last week (see this blogpost for more pattern informations).
So let's talk about the pussy-bow blouse I made back in November 2017 (and which I haven't blogged yet).
fabric: 100% rayon
pattern: Burdy style 6810, view C with long sleeves, with a self drafted pussy-bow
size: my usual size (as per size chart)
fit: semi-fitted
level: mid level
modifications: My usual modification is always a full-bust-adjustment. Then I skiped the concealed button placket and made just a normal one and drafted a pattern piece for the pussy-bow (I cut the bow-piece on the bias of the fabric). I used the fabric to cover the buttons.
instructions: Quite a detailed and illustrated instruction plus text. Since I sewed blouses before I didn't need the instructions.
recommendation: I really like the fit of this blouse pattern (please note that I'm wearing a longsleeved tee underneath, because... well it's winter). I used this pattern before for another blouse that I haven't blogged yet, because it's more of a spring/summer piece. It's a great basic pattern for all kinds of fabric and the pattern has a sleeveless, a shortsleeve and a longsleeve option. I'm definitely using this pattern again.
This is exactly one of the outfits I had in mind for my DIY capsule wardrobe (talked about my ideas here): three DIY pieces in one outfit and all three are versatile and basic. Not bad, don't you think?Hope you had a productive and creative weekend. Have a great start to your week.
Sincerely,
Stef

DE Ich mochte die Auswahl der Herbst/Winter-Farben von Pantone für diese Saison sehr (ich hatte hier über die Herbst/Winter Trendfarben hier gesprochen), vor allem die Farbe autumn maple (ein Rot-Orange-Braun) hatte es mir angetan. Auch wenn es eine typische Herbstfarbe ist, mag ich diesen warmen Ton auch im Winter als Farbtupfer sehr gerne (Mal abgesehen davon, dass ich ein Kleidungsstück ja nicht nur wegen 2 Monaten Herbst im Jahr nähe, ne?).
Meine selbst konstruierte Hose ist aus einem marineblauen Viskose-Woll-Elasthan-irgendwas-Crepe genäht. Nichts spektakuläres, einfach nur eine Hose mit mittelhohem Bund und geradem Bein, aber es ist ein tolles Basisteil für die Bürogarderobe. Ein Teil, auf das man sich immer verlassen kann und das pflegeleicht ist.
Mein beiger Wollmantel hatte bereits letzte Woche seinen großen Auftritt (hier findet Ihr auch mehr zum Schnitt), daher widme ich diesen Blogbeitrag der Schluppenluse. Ich hatte sie schon im letzten November genäht, aber auch sie hatte es bisher noch nicht auf den Blog geschafft.
Stoff: 100% Viskose
Schnitt: Burda style 6810, Version C mit einer selbst konstruierten Schluppe
Größe: meine normale Größe laut der Maßtabelle, die beim Schnittmuster enthalten ist
Passform: normal weit
Schwierigkeitsgrad: mittelschwer
Anleitung: Die Zeichnungen sind bei diesem Schnitt recht ausführlich und detailiert, außerdem gibt es, wie immer, einen Text dazu. Da ich aber zuvor schon mehrmals Blusen genäht hatte, habe ich die Anleitung nur ganz kurz überflogen.
Änderungen: Meine erste Änderung, wie immer, war eine Anpassung für meine große Oberweite. Außerdem habe ich die verdeckte Knopfleiste weggelassen (irgendwie bin ich kein großer Fan von den Dingern), stattdessen habe ich Knöpfe mit dem Blusenstoff bezogen, die dadurch natürlich schön zur Geltung kommen. Schließlich habe ich noch ein Schnitteil für die Schluppe entworfen und sie im schrägen Fadenlauf zugeschnitten (dadurch fällt die Schluppe schöner).
Empfehlung: Ich mag diesen Blusenschnitt sehr gerne (bitte beachtet, dass ich ein langärmeliges Shirt unter der Bluse trage, weil... naja, es ist Winter). Ich hatte diesen Schnitt auch schon einmal für eine Bluse  verwendet, die ebenfalls noch nicht verbloggt ist, weil es eher ein Frühjahr/Sommer-Teil ist. Der Schnitt ist ein tolles Basisteil für alle möglichen Arten von Stoffen und es gibt eine ärmellose, eine kurzärmelige und eine langärmelige Variante, dadurch hat man eine schöne Auswahl. Ich habe auf jeden Fall vor, den Schnitt noch einmal zu verwenden.
Dieses Outfit war auch eines, das ich im Kopf hatte, als ich mir meine selbstgenähte capsule wardrobe überlegt hatte (hier findet Ihr den Blogpost). Drei selbstgenähte Kleidungsstücke in einem Outfit und dann auch noch so vielseitige und grundlegende Teile, die man immer wieder neu kombinieren kann. Ich bin richtig stolz darauf, denn genau das war es, was ich mir meiner DIY capsule wardrobe bezwecken wollte.
Ich hoffe, Ihr hattet ein schönes und kreatives Wochenende. Kommt gut in die neue Woche.
Liebe Grüße
Stef
fotografiert von JFN